Mohne Kettler verteidigt digital im Strafrecht

Rechtsgebiet (Auswahl)
Strafrecht
Kanzleigröße
1 – 10
Hauptsitz
Mannheim
Nutzer seit:
2021
Die Rechtsanwaltskanzlei MOHNE | KETTLER liegt im Zentrum von Mannheim direkt neben dem Einkaufszentrum Q 6/Q 7 mit Tiefgarage und Läden, also mittendrin im Leben, genau wie Strafverteidigerin Jenny Mohne es liebt. Die Chefin der Rechtsanwaltskanzlei MOHNE | KETTLER bewegt sich zwischen Büro, Gericht, Chefetage mittelständischer GmbHs, JVA und Psychiatrie. „Eine Anwaltstätigkeit, wo ich nur Gutachten erstelle, wäre nichts für mich. Ich brauche den Wechsel von Ruhe und Dynamik.”
Dass sie Anwältin werden wollte, wusste Jenny Mohne, seit sie acht Jahre alt war. Ihr Vorbild und zugleich ein enger Freund ihrer Eltern, ist Anwalt für Familienrecht, und seine Fremdwörterkenntnisse und sein schwerer Aktenkoffer, der stets auf dem Boden stand, wenn er sein Mittagessen in der Wirtschaft ihrer Eltern einnahm, beeindruckten sie nachhaltig. „Mit meiner Cousine habe ich Rechtsanwältin gespielt. Sie war die Sekretärin und ich habe ihr gesagt: „Ich muss zu Gericht, canceln Sie alle anderen Termine.”
Die Faszination an Fachwissen, mit dem man Rechte durchsetzen kann, ist Mohne bis heute geblieben. Entgegen ihrem Vorbild, dem Familienanwalt, entschied sie sich für das Strafrecht und vertritt nun konsequent die Beschuldigtenseite. Am liebsten sind ihr die größeren Betäubungsmittelfälle oder Wirtschaftsstrafrechtsfälle, wo es oft um Betrug oder Untreue geht. Je komplexer der Fall, desto lieber. „Mir liegt es, mich sehr tief in die Materie einzuarbeiten. Ich setze mich dafür ein, dass mein Mandant ein faires Verfahren bekommt. Wenn es nötig ist, dann haue ich dann auch mal auf den Tisch.”
Tablet statt Aktenschrank
Auch hinsichtlich ihrer Kanzleiorganisation unterscheidet sich Jenny Mohne deutlich von ihrem Vorbild. Der saß an seinem klassischen großen Schreibtisch, diktierte zwei Sekretärinnen seine Schriftsätze und war umgeben von Regalen voller dicker Akten und Kommentare. Rechtsanwältin Mohne war schon im Referendariat digital aufgestellt.
Während sich die Kommilitonen mit Schönfelder, Ordner, Schreibzeug und Laptop abschleppten, befand sich in ihrer Tasche außer der Wasserflasche nur ein Tablet mit Schreibfunktion und Gesetzen in digitalisierter Form. Wird heute in einem Fachanwaltslehrgang oder auf einer Strafrechtstagung etwas Gedrucktes ausgeteilt, zückt Mohne ihr Tablet oder Smartphone, scannt die Dokumente ein und ergänzt die Infos im digitalen Notizblock.
Der Vorteil ist, dass sie beweglich bleibt. „Ich kann immer die Position wechseln oder den Raum. So fällt mir das Arbeiten und die Informationsaufnahme leicht.”
Für sie gab es keinen Zweifel, dass auch ihre Kanzlei volldigital sein würde. Schon in einer früheren Kanzlei wurde eine Kanzleisoftware verwendet. Deren 90er-Jahre-Design gefiel ihr allerdings nicht besonders. „Das Auge isst schließlich mit.” Als sie Actaport kennenlernte, war sie vom klaren Design positiv überrascht. „Als ich dann noch erfuhr, dass Actaport cloudbasiert ist, war die Entscheidung für diese Kanzleisoftware gefallen.”
Um an wechselnden Orten zu arbeiten und wenn es sein muss, abends um 22 Uhr noch mal kurz was zu erledigen, hilft eine Software, die ständig überall verfügbar ist. „Oft bin ich während der Hauptverhandlung in der digitalen Akte, und habe alles im Blick.” Auch wenn mal ungewollt längere Pausen entstehen, weil ein Verfahren unterbrochen wird, kann Strafrechtsanwältin Mohne die Zeit zum Arbeiten nutzen. „Mit einem auf Papierakten basierenden Büro wäre es verlorene Zeit.”
Sicherer Schutz vor Datenverlust
Noch einen Vorteil hat sie ausgemacht: Mit Actaport sind die Daten ihrer Mandanten sicher geschützt. „Ich muss mir bei einem Datenverlust keine Sorgen machen. Sollte ein Endgerät ausfallen, habe ich durch Actaport die Möglichkeit, schnellstmöglich mit einem anderen Gerät auf meine bestens gesicherten Daten zuzugreifen. Durch meinen guten Passwortschutz sind die Daten auch vor einem Brute-Force-Angriff sicher.”
In größeren Fällen arbeitet Rechtsanwältin Mohne gerne mit einem Team von Strafverteidigerkolleginnen und -kollegen. Perspektivisch möchte Mohne vermehrt in großen Wirtschaftsstraf- und Steuerstrafverfahren verteidigen, wo mehrere Personen auf der Anklagebank sitzen. Die Herausforderung solcher Verfahren liegt neben der rechtlichen Komplexität darin, angesichts des schieren Umfangs den Überblick zu behalten. „Hierbei hilft mir die Digitalisierung”, sagt Rechtsanwältin Mohne, „meine digitalen Akten haben detaillierte Inhaltsverzeichnisse, Unterverzeichnisse und digitalisierte Notizstempel. In der Hauptverhandlung kann ich alle Bände einer Akte geöffnet vor mir haben und blitzschnell auf alles zugreifen. So macht das Arbeiten Spaß, und das sind die Fälle, für die ich meiner Sekretärin sage: „Canceln Sie alle anderen Termine!”
Perspektive von Timo Kettler
Anwaltssoftware kann auch einfach sein
Für Rechtsanwalt Timo Kettler war das Thema Anwaltssoftware bis dahin eines gewesen, mit dem er sich möglichst wenig beschäftigte. „Die Kanzleisoftware, mit der ich in meiner alten Kanzlei arbeitete, war zwar die Nummer Zwei am Markt, aber für das Tagesgeschäft viel zu groß und umständlich in der Handhabung.” Für die Kollegin Mohne hingegen schienen Technikprobleme ein Fremdwort zu sein, „Sie war begeistert von dem Thema. Ich bin hingegen alles andere als ein Technik-Nerd. Für mich muss Software so einfach sein, dass ich mich darum nicht kümmern muss, sondern mich auf meine Mandate konzentrieren kann. Das schien bei Actaport der Fall zu sein.”
Gute Strafverteidigung ist eine höchstpersönliche Angelegenheit
Zudem war der Strafverteidiger Timo Kettler dabei, sich selbstständig zu machen. Die Angestelltentätigkeit in einer überwiegend zivilrechtlich ausgerichteten Kanzlei, die für den Berufseinstieg gut gepasst hatte, bot nicht die enge persönliche Bindung an den Mandanten, wie sie bei Strafverteidigern üblicherweise besteht „Bei einem zivilrechtlichen Problem kann der Seniorpartner auch einen angestellten Kollegen zum Mandanten schicken, Hauptsache, die fachliche Kompetenz stimmt. Wenn mich hingegen ein Mann beauftragt, ihn gegen den Vorwurf einer Sexualstraftat oder gegen eine Mordanklage zu verteidigen, erwartet er, auch von mir persönlich betreut werden.”
Aktiv verteidigen heißt, die Hypothese der Staatsanwaltschaft infrage stellen
Als Strafverteidiger orientiert sich Rechtsanwalt Kettler an den Großen seiner Zunft. Sein Credo hat er von einem Anwalt aus der Weimarer Republik, Paul Ronge, übernommen: „Kein Mensch ist unfehlbar, sogar das Urteil der Menschen über sich selbst braucht nicht richtig zu sein.” Das hervorstechende Merkmal der Weimarer Strafverteidiger war die aktive Verteidigung, das heißt, sie stellten Anträge, spielten die Klaviatur der Strafprozessordnung bis an die Grenzen des Zulässigen aus und stellten teilweise eigene Ermittlungen an. Diese Form der Verteidigung, die in den 60er Jahren wieder aufkam, setzt auch Kettler ein. Für ihn bedeutet aktiv zu verteidigen, eine Anklage nicht einfach hinzunehmen und allenfalls auf eine milde Bestrafung zu plädieren. „Es geht darum, Zweifel an der Hypothese der Staatsanwaltschaft zu säen und eventuell den schon feststehenden Strafvorwurf zu entkräften.”
Genug Zweifel wecken, dass das Gericht die Zeugenaussage überprüfen lässt
„Ronge würde sagen: ‚Man sollte immer dem voreiligen Schluss der Wahrheit entgegenwirken.’” Um das zu erreichen, weist Kettler Fehler in den Ermittlungen nach oder deckt unlogische oder unwahre Zeugenaussagen auf. Wenn es notwendig ist, überzeugt er das Gericht, ein psychologisches Glaubwürdigkeitsgutachten anzufordern.
Dieses überprüft die Aussagetüchtigkeit des Zeugen und die Konsistenz des Vorwurfs. So kann zum Beispiel ein Zeuge mit jahrelanger Drogenkonsumerfahrung dem Angeklagten zwar ohne weiteres einen belastenden Sachverhalt – Kauf von Drogen – unterschieben, weil er aus eigener Erfahrung glaubwürdig schildern kann, wie der Kaufvorgang abläuft. Das Gutachten, das auch die „Backstory” erhellt, kann jedoch Anhaltspunkte geben, warum der Tatvorwurf dennoch nicht zutrifft.
Gemeinsames Verständnis vom Beruf und persönliche Chemie
Mit diesen hohen Ansprüchen an die eigene Strafverteidigung kam Rechtsanwalt Timo Kettler bei Strafverteidigerin Jenny Mohne gut an. „Bei uns stimmte fachlich und persönlich die Chemie.” Die beiden Strafverteidiger entschieden sich, sich zur Kanzlei Mohne-Kettler zusammenzuschließen.
Die Basis der Kanzleiorganisation bildet Actaport. Während Kettler weiterhin eine Vorliebe für Papier hat und bei ihm zuhause als auch in der Kanzlei überall Bücher liegen, funktioniert die gesamte Kanzleiorganisation digital.
Rechtlich sind beide selbstständig, aber teilen sich die Bürokosten für Büro und Sekretariat am Kanzleistandort in Mannheim. Darüber hinaus unterstützen sich beide regelmäßig bei Mandaten. Die mit Actaport erstellten Schriftsatzvorlagen stehen beiden zur Verfügung. Über eine gemeinsame Kanzleiadresse kommt die Korrespondenz im Posteingang an, auf den beide Zugriff haben.
Digital in ganz Deutschland mobil – dank Actaport
Örtlich pendelt Strafverteidiger Kettler zwischen Homeoffice und Büro. „Ich wohne in Heidelberg, wenn ich mir die Anfahrt ins Büro in Mannheim sparen möchte, kann ich mit dem Actaport-Login bequem vom Homeoffice aus arbeiten.” Seine Mandanten, die aus dem ganzen Bundesgebiet kommen, trifft er digital oder vor Ort. Das in Actaport integrierte beA ist ständig im Einsatz.
Die Akten kommen fast ohne Papier aus
Papier verschickt er nur, wenn die Adressaten in der Untersuchungshaft sitzen, wo sie keinen Zugriff auf einen PC haben. Auch Anträge, die er bei Gericht stellt, bringt er in ausgedruckter Form mit. Ansonsten funktionieren die Akten digital. Seine Termine trägt er sich über die Actaport-Aufgabenfunktion in den Kalender ein. Die Fakturierung nimmt er über Actaport und den integrierten RVG-Rechner vor oder setzt die vereinbarten Pauschalen ein. Was ihm gegenüber seiner alten Kanzleisoftware an Actaport gefällt, ist der störungsfreie Ablauf.
Timo Kettler ist Strafverteidiger und Partner der Kanzlei Mohne | Kettler in Mannheim. Seine Schwerpunkte sind das Kapitalstrafrecht, Medizinstrafrecht und Sexualstrafrecht.
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